Referat Frieden

Die biblischen Worte für Frieden sind „Schalom“ und „Eirene“. Beide bedeuten mehr als die Abwesenheit von Krieg und Gewalt. Sie meinen das Heil-, Gesund- und Ganz-Sein von Menschen. Schalom meint gelingendes Leben in lebensfördernden Beziehungen zwischen Gott und Mensch, zwischen Menschen und ebenso zwischen Mensch und Umwelt.

Für uns ist die Voraussetzung von Frieden die Gerechtigkeit. Der Begriff „gerechter Frieden“ drückt es am besten aus. In unserer Friedensarbeit lassen wir uns auch von dem Friedensbegriff der Friedensdenkschrift der EKD (2007) leiten. Frieden ist ein gemeinsamer Prozess, wo die Gewalt abnimmt und die Gerechtigkeit zunimmt.

Dieser Prozess hat folgende Merkmale:

  • gewaltfreie Lösungen haben Vorrang
  • Menschen werden vor Gewalt geschützt
  • Freiheit wird gefördert
  • Vielfalt wird anerkannt
  • Menschenrechte werden für alle angestrebt – also keine Beschränkung auf die eigene Nation
  • es gibt eine Ultima Ratio für Gewalt als letztes geeignetes Mittel, weil Recht auch durchsetzbar sein muss

Wer den Frieden will, muss den Frieden vorbereiten. Diese Lehre vom gerechten Frieden hat die Jahrhunderte lang erzählte Lehre vom gerechten Krieg abgelöst. („Wer den Frieden will, muss den Krieg vorbereiten.“)

Formate:

  • Friedensdekade, Friedensgebete, Aktionen, Gemeindeabende, Ausgestaltung von Rüstzeiten / Freizeiten, Hauskreise, Gesprächskreise, Unterstützung bei Konflikten in der Gemeinde,
  • kritische Auseinandersetzung mit Militarisierungstendenzen in der Gesellschaft – Stellungnahmen, Pressemitteilungen
  • Vernetzung mit anderen Friedensinitiativen und Menschenrechtsorganisationen

Themenangebote:

  • Gewaltfreie Kommunikation (GfK) – „Wie kann ich mich verhalten, wenn Menschen mir mit Wut und Intoleranz begegnen?“ Mit Hilfe Gewaltfreier Kommunikation können wir aus kommunikativen Mustern aussteigen, die wir als Sackgasse erleben. Sie hilft, typische Verhaltensweisen wie innerlich erstarren, flüchten, sich verteidigen oder angreifen zu überwinden. Sie zeigt Wege auf, Gespräche konstruktiv zu führen. In der GfK geht es um Balance: Wie kann ich mein Gegenüber erreichen, ohne ihr/ihm Recht geben zu müssen? Wie kann ich selbst klar sein, ohne andere zu bewerten und zu verurteilen? Das Angebot beinhaltet eine Einführung von 1,5h bis 6h (Tagesseminar).
  • Wie kann ich mit Verschwörungserzählungen umgehen? Ich möchte aufzeigen, welches Wesen und Struktur diese Erzählungen haben, warum viele Menschen Verschwörungserzählungen vertrauen, welchen Nutzen sie davon haben – und wie man am besten darüber reden kann.
  • Wie können wir als Kirchen Orte der Versöhnung und Verständigung werden?
  • Ich freue mich auch auf Ihre Fragen und Ihre Themen, entweder ich bearbeite sie selbst oder kann mit anderen Expert:innen vernetzen

Ein Projekt des Friedensreferates:

  • das Training für Friedensstifter:innen: – ein Zivilcourage – und Gewaltdeeskalationstraining für verschiedene Altersgruppen
  • Einheiten des Trainings:
    • Gewalt erkennen und verstehen
    • Konflikte verstehen
    • Verhalten in Konfliktsituationen wie Beleidigung
    • Umgang mit Gefühlen
    • Konstruktive Konfliktbearbeitung
    • Eingreifen in körperliche Gewaltsituationen
    • Was tun bei Mobbing?
    • Rassismus erkennen und begegnen

Schauen Sie gerne auch bei unseren anderen Bildungsangeboten !

Kommen Sie gerne mit Ihren Fragen und Anregungen auf mich zu!

Ansprechpartnerin:
Annelie Möller, (Soz.arb. M.A., Bibelstudium im Ehrenamt, Ergotherapeutin)
Tel: 0351-438 378 26 und 0163-52 16 355
email: frieden@infozentrum-dresden.de